Möbel

Alte Möbel – neu Gestaltet

Fassmalerei / Shabby Chic Style

Mal ist meine Suche nach einem geeigneten Möbelstück ein Abenteuer, andernorts scheinen sie regelrecht auf ihre Wiederbelebung zu warten. Das sind dann die Entdeckungen, die häufig mit schönen Anekdoten verbunden sind und mir die spätere Trennung besonders schwer machen.

Als Basis für alle weiteren Arbeitsschritte muss das Möbelstück (unabhängig von evtl. Leim- oder Spachtelarbeiten) in seiner Oberfläche völlig roh bzw. porentief rein sein. Diesen Teil der Arbeit lasse ich durch einen Spezialbetrieb ausführen.

Die anschließenden Trocknungszeiten können 3 – 6 Wochen betragen.

Jetzt kann der eigentliche Gestaltungsprozess beginnen. Ich greife dabei die spezielle Technik der Fassmalerei auf, ein Stil in der Art des international bekannten ‚Shabby Chic‘.

Bei meinen Farben handelt es sich um Trockenpigmente, die nach eigenen Rezepturen angemischt werden. Der Auftrag erfolgt in mehreren Schichten und unterschiedlichen Farbstufen. Von Schritt zu Schritt erwacht das zu bearbeitende Möbelstück zu neuem Leben, beginnt zu changieren und reflektiert einzigartig.

Man darf nicht vergessen, daß es sich um gelebte Stücke handelt; Stücke mit vielen Geschichten und all den individuellen Merkmalen von Gebrauchsspuren und Handarbeit.

Sie sollten also eine positive Einstellung haben zu: feinen Haarrissen oder Craquelés, glänzenden oder matten Stellen, kleinen Kerben an Kanten oder Fugen im Holz bzw. Unebenheiten in der Oberfläche.

All diese Merkmale, sowie die mit viel Liebe zum Detail durchgeführte Gestaltung, lassen diese Möbelstücke zu außergewöhnlichen Unikaten werden, die von keiner Maschine in eine Norm gepresst wurden.

Es sind Liebhaberstücke für Individualisten.

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Bitte zu Tisch

In meiner Familie wurde immer schon viel gebacken und für Kompanien gekocht.

Das Leben fand um großen Tischen statt, an denen gearbeitet, gegessen und gefeiert wurde.

Vorher

Vorher


Nachher

Nachher

Stuhl Wolpertinger

Ich war gerade damit beschäftigt, für Mrs. Susan einen Schrank zu begutachten, als meine Händlerin mit einem Augenzwinkern meinte: „Schauen Sie mal, dieser Stuhl ist doch wieder etwas für Sie!?“

Und wie Recht sie damit hatte. Im selben Moment existierte die marode Sitzfläche schon garnicht mehr und der Entwurf für die Gestaltung zeichnete sich bereits vor meinen Augen ab. Ich mußte ihn einfach haben!

Irgendwie dachte ich bei diesem Stuhl immer an einen Hochsitz und demzufolge mußte es dann auch ein Zwölfender sein, dessen Motiv nun die Rückenlehne ziert.

Wenn Ihre Körpergröße 160 cm nicht übersteigt, ergibt sich dazu noch ein netter Effekt… Lehnen Sie sich entspannt zurück und die Geweihspitzen sprießen aus Ihrem Kopf – ähnlich einem Wolpertinger!

Vorher

Vorher


Nachher

Nachher

Adidas

Karibische Momente

Ihr erster Anblick hat mich fast erschlagen. Wie sollte aus diesem Relikt jemals eine karibische Kommode werden? Nach der Abbeize zerfiel zu alledem auch noch der marode Aufsatz – und Henries skeptischer Blick machte mir auch nicht gerade Mut…

Nun, es hat funktioniert und alles wurde gut.

schrank_010_tinekkenschrank_011_tinekkenHolzspind

– was für ein Glücksfund.

Ein HolzSpind, aus den 40’er Jahren, den ich in der ehemaligen Werkstatt einer Zimmerei entdeckt habe.

Im vollkommenen Gegensatz zu seinen früheren Bestimmungen, habe ich ihn in Pastelltönen gefasst und somit völlig neuen Bestimmungen zugeführt.

Vorher

Vorher


Nachher

Nachher

St. Moritz

Dieses original antike flämische Küchenbuffet aus massiver Eiche war genau das Stück, auf das meine Kundin seit langem gewartet hat.

Es allerdings zu seinem Glanz emporzuheben, bedeutete schlaflose Nächte und arbeitsreiche Tage. In St. Moritz angekommen, strahlten wir dann allerdings um die Wette!

Vorher


Nachher

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Schränke aus 1001-Nacht

Prinzessin

Die Herausforderung, aus diesem Familienrelikt einen Schrank für die Prinzessin des Hauses zu zaubern war sehr groß.

Eltern und Kinder waren voller Spannung und Vorfreude, die nicht enttäuscht werden durfte.

In die Türrahmen habe ich gestanzte Bleche eingearbeitet, die eine verborgene Schatzkammer vermuten lassen. Happy End – alle waren begeistert.